Lukas Klehr | Drogensucht und Spielsucht

Sie können Lukas Klehr für folgende Leistungen buchen:

  • Vorträge und Präventionen
  • Coachings
  • 1:1 Gespräch via Zoom
  • Interviews / Fernsehauftritte
  • Speakingauftritte

 

Vom Dealer, Drogenabhängigem, und Spielsüchtigem zum Sportler. Mein Name ist Lukas Klehr und ich bin 27 Jahre alt.

Viele Jahre hatten mich die Drogen fest im Griff und bestimmten mein Leben – ein Leben voller Angst, Lügen und Verzweiflung. Mit 14 Jahren der erste Kontakt mit Alkohol. Mit 15 die erste Zigarette und der erste Joint. Schneller als ich gucken konnte und mir lieb war, kam eine Substanz nach der anderen dazu, und meine „Drogenkarriere“ ging steil bergauf.

Ich selbst und mein Leben fiel dabei Stück für Stück auseinander. Erst Cannabis, dann Amphetamine und Ecstasy. Später Halluzinogene, Kokain, Ketamin etc. Die Liste ist lang und ich habe so gut wie alles ausprobieren wollen, was mir zwischen die Hände geriet und nicht gespritzt werden muss.

Zusätzlich habe ich schnell erkannt, wie einfach es ist, mit dem Verkauf von Drogen Geld zu erwirtschaften. Mein Leben drehte sich also nur noch um Beschaffung, Konsum und Verkauf von allen möglichen Betäubungsmitteln, die gewinnbringend an den Mann gebracht werden konnten. Mit dem Verkauf stieg das Einkommen und die nächste Sucht überrannte mich. Die Spielsucht legte mir weitere Ketten an.

Depressionen, Wahnvorstellungen, Führerschein verloren, Job verloren, Freundin verloren. Um nur einige Aspekte zu nennen. Ich habe diesen ganzen Schmerz genommen, und mich für eine stationäre Entgiftung entschieden. 8 Tage Klinik – meine zweite Geburt. Seit dem 05.05.2015 habe ich nie wieder Drogen konsumiert. Heute stehe ich beruflich mit beiden Beinen im Leben und bin begeisterter Sportler. Ich möchte Menschen mit meiner Geschichte berühren und die Augen öffnen.

Mein Ansatz der Suchtprävention ist ein wenig radikaler. Auf der einen Seite möchte ich die Folgen von Konsum und Sucht aufzeigen, ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Ich möchte Menschen schocken und somit abschrecken.

Da ich selbst noch relativ jung bin, und täglich Gespräche mit vorwiegend jungen Menschen führe, kann ich behaupten, dass ich gerade zu diesen sehr gut durchdringen und diese berühren kann.

Auf der anderen Seite ist die Aufklärungsarbeit ein Ziel von mir. Aufklärung über die Sucht als Krankheit, die nicht einfach so abgeschüttelt werden kann.  Ich möchte Menschen Möglichkeiten und Wege aufzeigen, der Sucht zu entfliehen, und mit dieser Krankheit leben zu können. Außerdem möchte ich Angehörigen Unterstützung bieten, da die Sucht nicht nur für den Betroffenen selbst ein schwerer, kräftezehrender Kampf ist.